GT Historie

In die Jahre gekommen ist er und trotzdem oder gerade deshalb hat der einzige Sportzweisitzer aus dem Hause Opel heutzutage so viele Liebhaber gefunden. Zwischen 1968 bis 1973 wurden im Opelwerk Bochum 103.463 GTs gefertigt, wovon 70.564 in die USA exportiert wurden.

Inhalt:

 

Die Entscheidung

1962 ist die Geburtsstunde des Opel GT´s. Die Design Abteilung von Opel war seinerzeit ziemlich unbedeutend – bis Clare McKichan, seit 1952 Chefdesigner von Chevrolet, zu Opel kam, um das Opelstyling auf Vordermann zu bringen. Dessen neu ernannter Leiter
Erhard Schnell hatte gerade einen einjährigen Studien Aufendhalt bei General Motors hinter sich und war begeistert als McKichan anregt einen Sportwagen zu entwerfen. So entstand im Herbst 1962 die ersten Zeichnungen für einen Zweisitzer der später einmal zum Opel GT werden sollte. Es liegt Schnee im Innenhof der Styling Abteilung, als die Opel Designer um MCKichan und Schnell ihren Plastilin lebensgroß geformten GT Entwurf bei Tageslicht beurteilten.
Er trägt schon die unverkennbaren GT Züge:
lange flache auslaufende Schnauze
Klappscheinwerfer
vier Rückleuchten im Abrissheck
und den Doppelrohrauspuff in der Wagenmitte.
1964 entsteht ein zweites Plastilinmodell. Das die bis in die Dachpartie reichenden Türausschnitte und den zwischen Heckscheibe und Abrisskante angeordnete Tankdeckel zeigt.
Noch im selben Jahr folgt ein drittes Modell dieses mal aus GFK und mit Verglasung. Die unterschiede gegenüber dem Vorgänger sind gering: Trennlinie oberhalb der seitlichen Luftschlitze und unterhalb der Frontscheibe.
Der Opel Vorstand beschließt nach der Begutachtung des GT´s, daß er auf der IAA 1965 als fahrfertiger Prototyp ausgestellt werden soll. Dort tauchte er dann unter dem Name “Experimental GT” auf. Es wurde extra eine Pressemappe angefertigt, wo drin zu lesen war, das im GT, Motoren und Fahrwerksteile bei Geschwindigkeiten von über 200 km/h getestet werden. Auf der IAA 1965 wurde der Opel GT vorgestellt und er zog das Publikum wie ein Magnet an und machte sie ratlos. Ein Sportwagen von Opel? Wohl doch nicht. Auf alle neugierigen Fragen (wann wird er gebaut, was soll er kosten?) wirkten die Opel Leute ab: Dieser “Experimental GT” genannte Wagen sei eine reine Studie, eine Serienfertigung käme selbstverständlich nicht in Frage.
Aber nach und nach kristallisierte sich immer deutlicher heraus, dass es bald ein völlig neues Opel Gefühl geben sollte. Jedenfalls traf man alle Vorbereitungen für eine Serienfertigung. Allerdings sollte es noch bis 1968 dauern, bis die ersten GT´s auf den Straßen rollen sollten. Denn man nahm bei Opel die Sache sehr ernst. Wenn man sich schon auf das rutschige
(und für Opel völlig neue!!) Parkett des Sportwagenbaus begab, dann wollte man es wenigstens richtig machen

Produktion des Opel GT

Da die Opelwerke in Deutschland ausgelastet waren, entschied man sich bei Opel den GT in andere Werke herstellen zulassen.

Bei Chausson in Gennevillers

Opel lieferte die Kadett-Teile die für den GT mitbenutzt wurden, in einem Baukastensystem nach Frankreich. Beim Press- und Stanzvorgang muß bei Chausson aufgrund ungewöhnlichen Wölbungen und Kurven ganz besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Bei Chausson konnte man aus jahrelanger Erfahrung selbst so schwere Karossen wie den Opel GT herstellen. Opel selber hätte den GT mit dieser Karosserieform selber gar nicht herstellen können. Als erstes wurde also mit großer Sorgfalt die Bodenmontage mit mit den vorderen Seitenstreben über dem zentralen Holm, dem hinteren Rahmen, dem Getriebetunnel, der vorderen Querstrebe sowie der Sitzvorrichtung hergestellt. Anschließend wurde der Unterrahmen mit den verschiedenen Elementen wie der Stirnwand, dem unteren Luftkanal, den komplett an die gestrippte Kotflügel-Querstreben montierten vorgefertigten Radhausblechen sowie der Schrottwand im Kühlerbereich verschweißt. Aller zusammen ergibt den kompletten vorderen Unterbau der Karosse. Die Seitenrahmen der Karosserie sind auf einem separaten Montageband hergestellt worden. Dazu wurden die Innen und Äußeren Bleche der hinteren Radkästen, die A-Säule und die Windschutzscheibenträger mit den Verstärkungen sowie die Dachkantenstrebe verschweißt. Die beiden Karosserie Seitenrahmen sind mit dem Unterboden montiert, verbunden durch obere und untere Querbleche im Bereich der vorderen und hinteren Scheiben. Hinzu kommen zusätzliche Querstreben im Dachbereich. Die Arbeiten wurden auf dem sogenannten Hauptmontagegestell NR 1 erledigt. Der Zusammenbau des Untergestell sind von mehreren Messuhren auf Genauigkeit kontrolliert.

Das Chassis

Das fertig verschweißte Karosseriegerippe.
Ohne Zweifel ein stabiles Chassis.

Die Karosserie Vorder- und Hinterteile sind auf zwei getrennten Montagebänder hergestellt worden und anschließend wurden die beiden Teile mit dem Chassis verschweißt. Zum Vorderbau gehören die beiden Kotflügel, das obere Luftleitblech samt Strebe und die kompletten Scheinwerfergehäuse samt Befestigungspunkte für die Scheinwerfer.
Der Vorderbau

Höchste Präzision beim Zusammenbau der Frontpartie

Zum Heckbereich gehören die beiden Seitenteile, das Dach, das Heckblech und das Tankblech. Die beiden hinteren Seitenteile, werden auf sechs Press- und Stanzmaschinen hergestellt, wobei die letzten beiden Arbeitsgänge die Vertiefung für die US Seitenleuchten herstellen.
Der Heckbereich

Das Seitenteil in einer der
sechs Maschinen

Das Hauptmontagegestell Nummer 2 war identisch mit dem ersten Gestell, und dient dazu das Chassis mit der Außenhaut zu verschweißen. Auch hier mußte mit großer Sorgfalt und Genauigkeit gearbeitet werden, damit die beweglichen Teile (Türen, Motorhaube und Klappscheinwerfer) anschließend Millimeter genau passen.
Zusammenbau der Karosse

Positionierung von Front und Heck, die wie eine Haut übergezogen und verschweißt wurden.

Nachdem die Karosse verschweißt war, wurde sie in eine Reinigungslösung auf Solvent Basis getaucht. Anschließend wurden die Schweißnähte mit einer Zinkfarbe bestrichen. Auf den Nahtfreien Flächen bringt man einen Schutz Chromat Basis auf. Das ganze geschieht auf einem separaten Montageband, wo die Karosserie zuerst entfettet und getrocknet wurde, bevor sie zur nächsten Station kommt. Dort werden die Türen und die Motorhaube eingebaut. Auch jetzt werden die Spaltmasse der beweglichen Teile kontrolliert. Als letztes ölt man die fertigen Karossen mit Öl ein, damit sie beim LKW Transport nach Brissonneau & Lotz in Crell geschützt sind.

Bei Brissonneau & Lotz in Crell

Selbstverständlich wurde jede eingehende GT Karosse in Crell eine Aufnahme Inspektion unterzogen. Anschließend wurden die Rohkarossen auf ein Fließband gestellt, gereinigt, entfettet und mit einer Eisen-Phosphat-Schicht überzogen. Nach dem Trocknen wurde der erste Grundierungslack aufgetragen. Am Unterboden trug man eine schalldämmende Schicht auf, die gleichzeitig als Rostschutz dienen sollte. Am nächsten Arbeitsplatz wurden die Nahtstellen mit einer Karosseriedichtmasse versehen, um eine einwandfreie Dichtigkeit zu erzielen. Nach dem Schleifen und Reinigen der Karosserie, begann der eigentliche Lackiervorgang. Die Lackierung wurde in zwei getrennten Lackierstraßen durchgeführt. In der ersten Lackierstraße die eine Länge von 24 Meter hatte, wurden alle inneren Flächen, also Innen- und Motorraum lackiert. Hinzu kommt eine erste Lackschicht auf die äußeren Flächen. In der folgenden, etwa halb so langen Kabine wurde die entgültige Lackschicht aufgetragen. Anschließend ist der Lack bei 140 Grad Celsius in einem Ofen eingebrand worden. Nach dem Trocknen wurde die Lackschicht einer hundertprozentigen Inspektion unterzogen.

Die Lackierung

Ein gelber GT in der Lackierhalle.

Die Qualitätskontrolle

Die Qualitätskontrolle für die lackierten Opel GT´s.

Nach der Inspektion erhielt jeder GT eine Laufkarte, wo vermerkt war, welche Ausstattung der Kunde bestellt hatte. Entlang des Montagebandes wo jeden Tage 85 GT´s komplett ausgestattet wurden, waren mehr als 800 Teile nötig. Die Einzelteile lagen entlang des Montagebandes in dafür vorgesehenen Kisten. Teile wie der Tank, das Armaturenbrett, hintere Stoßstangen, Windschutzscheibe und Kabelbäume sind direkt vor Ort hergestellt worden. In der eigenen Sattlerei wurde die Innenausstattung des GT´s hergestellt
Endkontrolle in Crell

Nochmalige Qualitätskontrolle nach der Montage von Elektrik, Innenausstattung usw.

Mit der Qualitätskontrolle nahm man es bei Brissonneau & Lotz in Crell sehr genau. Besonders die Installation sicherheitsrelevante Teile wurden immer wieder überprüft. Ein Regentest prüfte die fertige Karosserie auf Dichtigkeit. Zum Schluß erfolgte noch einmal eine Überprüfung, ob das Fahrzeug auch allen Sicherheits- und Beleutungsnormen des jeweiligen Exportlandes entsprach. Die fertigen GT Karossen verließen jeden Tag um 19.19 Uhr das Werk und machten sich auf dem Weg nach Bochum, wo die Endmontage des GT erfolgte.

Die Endmontage in Bochum

Um 12.15 Uhr lief der Zug mit den GT Karossen im Opelwerk Bochum ein. Es waren zwischen 20 und 25 Waggons mit jeweils 8 GT´s. Da Brissonneau & Lotz in Crell aber nur 80-85 GT´s am Tag herstellen konnte, wurden 80 Rohkarossen direkt von Chausson in Gennevillers nach Bochum gebracht, die dann die komplette Montage des GT übernahmen (Stand November 1969)

Transportstatistik für die ersten sieben Monate

September 1968 1 Waggon 8 Karossen
Oktober 1968 24 Waggon 192 Karossen
November 1968 71 Waggon 568 Karossen
Dezember 1968 176 Waggon 1408 Karossen
Januar 1969 236 Waggon 1888 Karossen
Februar 1969 296 Waggon 2152 Karossen
März 1969 400 Waggon 3200 Karossen
In der Statistik ist sehr schön zu erkennen, das man Anlaufschwierigkeiten hatte, wobei der Verkaufserfolg bei den Kunden gehörig Druck auf Opel auslöste. Deshalb musste man auch teilweise im Opelwerk Bochum die Arbeiten von Brissonneau & Lotz in Crell erledigen, sonst hätte man die Stückzahlen nicht erreichen können. Die Montage der mechanischen Komponenten einschließlich der sogenannten Hochzeit stellte für die Arbeiter im
Opelwerk Bochum keine besonderen Schwierigkeiten dar.
Die Hochzeit

Für die Arbeiter stellte es keine besondere Hürde dar, die Antriebsteile einzubauen.

Der GT ist endlich fertig
Damit konnte der GT die Straße unter die Räder nehmen!!!!

Modelljahre / Änderungen am Opel GT

Der Begriff Modelljahre umfaßt den Zeitraum zwischen September und dem darauf folgenden Juli des nächsten Jahres. Die Fahrzeuge die bis zum 31.10.1968 die Produktionshalle verließen, wurden per Einzelabnahme beim Tüv Darmstadt vorgeführt und dem Straßenverkehr zugelassen.

Folgende ABE- Nummern wurden von Opel beantragt:

ABE- Nummer Typ
6573 Version A
6574 Version A
6573 Version B
6574 Version B
1100 A Standard
1100 A Luxus
1900 A Standard
1900 A Luxus
Mit folgenden Fahrgestellnummer begann die Produktion:
Opel GT 1484 “Start”-Fg.-Nr. : 1 551 000
Produktion GT 1100 Typ 94 ab Fg.-Nr. : 1 588 603
Produktion GT 1900 Typ 93 ab Fg.-Nr. : 1 587 440

Ausstattung GT 1100

  • Gummimatten als Bodenbelag vorne und hinten.
  • Schwarze Kunstleder-Ausstattung.
  • Deckenbespannung ebenfalls in schwarze Kunstleder und Kunststoffvorhang für den Heckraum.
  • Sitze mit 28 Zoll Rückenlehnenhöhe . Die Sitze können mehrfach verstellt werden, die Rückenlehne ist dreifach justierbar und kann nach vorne umgelegt werden.
  • Dreipunkt-Sicherheitsgurte.
  • Zigarettenanzünder.
  • Drehzahlmesser.
  • Drehstrom-Lichtmaschine.
  • Batterie mit 38 Ah.
  • Zwei zusätzliche Halogenscheinwerfer für das Fernlicht, mit Standlicht und Fernlicht.
  • Rückfahrscheinwerfer.
  • Warnblinkanlage.
  • Gürtelreifen 155SR 13.
  • 3-Blatt Vorderfeder, Schraubenfedern hinten, Opel Stoßdämpfer vorne und hinten.
  • Ablagefach zwischen den Sitzen.
  • Abschließbarer Tankverschluß.
  • Mattschwarze Scheibenwischerarme und-schienen .
  • Scheibenwaschanlage über Fußpumpe.

Ausstattung GT 1900

Wie GT 1100, aber zusätzlicher Komfort:

  • Teppich- Bodenbelag vorne und hinten (einschließlich Gepäckablage).
  • Drei verschiedene Innenfarben (für den deutschen Markt), für Sitze und Türen aus atmungsaktiven Kunstleder. Farben für Deckenbespannung und Armaturenbrett (außer Armaturentafel) immer entsprechend der Innenausstattung.
  • Armlehnen wie Rekord L (GT 1100 wie Kadett).
  • Spiegel in Beifahrer-Sonnenblende.
  • Abblendbarer Innenspiegel.
  • Elektrische Scheibenwaschpumpe durch Handbewegung am Blinkerhebel.
  • Amperemeter und Öldruckmesser, mit im Instrument integrierte Kontrolleuchten für Ladestrom und Öldruck.
  • Zusatzbeleuchtung für Motorraum und Zigarettenanzünder.
  • Batterie mit 44 Ah.
  • Zierleisten an Tür- und Seitenfenstern.
  • Verchromte Radzierringe.
  • Gasdruckstoßdämpfer Bilstein-De Carbon an der Hinterachse.
  • Doppeltonhorn.
  • Elektrische Zeituhr.
  • Mittelkonsole mit Holzimitation.

Der Opel GT wurde mit folgenden Grundpreisen und Extras angeboten:
(Stand November 1968)

Listenpreis MwSt. Gesamtpreis
GT 1100 9700,00 DM 1067,00 DM 10767,00 DM
GT 1900 10700,00 DM 1177,00 DM 11877,00 DM
3-Gang Automatik (nur GT1900) 720,00 DM 79,20 DM 799,20 DM
Speerdifferential 180,00 DM 19,80 DM 199,80 DM
Verbundglas-Windschutzscheibe 105,00 DM 11,50 DM 116,55 DM
Heizbare Heckscheibe 68,00 DM 7,48 DM 75,48 DM
Batterie 44Ah (für GT 1100) 13,50 DM 7,48 DM 14,99 DM
Stabilisator vorne und hinten 49,00 DM 5,39 DM 54,39 DM
Metallic-Lackierung 75,00 DM 8,25 DM 83,25 DM
Rotwandreifen 100,00 DM 11,00 DM 111,00 DM
Höhere Zuladung GT 1100 55,00 DM 6,05 DM 61,05 DM
Höhere Zuladung GT 1900 35,00 DM 3,85 DM 38,85 DM

Als weitere Sonderausstattungen und Zubehör sind erhältlich:

  • Eine Auswahl von Blaupunktradios
  • Halogen Nebellampen
  • Eine Auswahl an Fußmatten in verschiedenen Farben (Blau, Rot, Schwarz, Anthrazit)
  • Ski-Träger für zwei Paar Ski
  • Anhängerkupplung
  • Kürzere Hinterradübersetzung (3,89)
  • Eine Stahlfelge mit mehr Einpresstiefe

Spezielle Details der frühen Serie 1

  • Die Frontstoßstange besteht aus zwei Teilen.
  • Der Aschenbecher hat einen kunstoffbezogenen Klappdeckel mit Chromrang.
  • Es gibt kein Ablagefach zwischen den beiden Fordersitzen.
  • Im Heckblech ist noch keine eingepreßte Vertiefung für das Nummernschild.
  • Die Motorhaube wird nur mit einem Fanghacken gehalten.
  • Die Fensterheber sitzen auf beiden Seiten sehr niedrig.
  • Die Instrumentenbeschriftung zeigt für Tankanzeige “L, 1/2, V”
    und für die Wassertemperatur “0, 80, 120”.
  • Die Kompression des 1,9 Liter Motors beträgt 9,0:1
Diese Details werden in den ersten beiden Produktionsjahre nach und nach geändert. Dabei sind die genauen Fahrgestellnummern der meisten Modifikationen unbekannt, weil sie einfach nicht registriert wurden.

Modifikationen zwischen Januar und Juli 1969

  • Eine einteilige Frontstoßstange.
  • Zwischen den beiden Vordersitzen wird eine zusätzliche Ablage geschaffen.
  • Der Chromrand um den Aschenbecher wird durch eine schwarze ersetzt.
  • Die Zifferblätter der Anzeigeinstrumente werden geändert.
  • Eine Nebelschlußleuchte ist auf Wunsch erhältlich.
  • Bei der 1,9 Liter Maschine wird die Kompression von 9,0:1 auf 9,5:1 erhöht.

Das Modelljahr 1970

GT 1100 Typ 93 : Fg-Nr. 1 892 645 bis 2 227 971
GT 1900 Typ 94 : Fg-Nr. 1 888 818 bis 2 261 813
  • Lenkrad mit Kunstlederbezug, griffiger als das Holzimitat Lenkrad.
  • Aschenbecher mit Schiebedeckel.
  • Am linken Scheibenwischer wurde ein Spoiler montiert, um bei Regen eine höhere Geschwindigkeit zu erreichen.
  • Der Hebel vom Schwenkscheibenwischer ist jetzt etwas runder geformt.
  • Durch eine geänderte Verkabelung der Schwenkscheinwerfer können diese jetzt auch in ausgeklappten Zustand ein- und ausgeschaltet werden.
  • Das Heckblech wird im bereich des Nummernschildes durch eine eingepreßte Vertiefung verstärkt.
  • Ab Fg-Nr. 1 889037 wurden die Befestigungspunkte für die Gurte geändert
  • Ab Fg-Nr. 1 925 380 wurde die Fensterkurbel auf der Fahrerseite höher angebracht.
  • Ab Fg-Nr. 2 087 176 sichert man die Motorhaube mit zwei Fanghaken und der Bowdenzug wurde geändert.

Wegen mangelnder Nachfrage wird der GT 1100 im Juni aus dem Programm genommen
(bis dahin wurden 3573 Exemplare gebaut).

Das Modelljahr 1971

Der GT/J

Durch den Wegfall des GT 1100 wollte man bei Opel eine Preisgünstige alternative zum GT 1900 schaffen. Deshalb wurde der GT/J geboren (auch Junior genannt). Der GT/J ist nichts anderes als eine clevere Kombination des 1900 mit der Innenausstattung des früheren 1100 und ein totalen Verzicht auf glänzenden Chrom im Außenbereich. Der Verkaufspreis liegt zu beginn der Produktion bei 10499 DM (GT 1900 12210 DM).
Die europäische Version Typ 79 ab Fg.Nr.2 264 500
Die amerikanische Version Typ 77 ab Fg.Nr. 2 265 862
Ab dem Modelljahr 1971 wurden die meisten Änderungen am GT vorgenommen.
Insider sprechen von der zweiten Serie.Alle Änderungen hier aufzuführen würde diese Seite sprengen. Deshalb spreche ich nur einige Änderungen an.
  • Die GT Felgen mit ihrem 4-Loch Design werden durch Felgen des Manta A SR ersetzt.
  • Die GT-Embleme am Außenbereich werden geändert.
  • Die hinteren Fenster sind jetzt aufstellbar.
  • Die eckigen Kontrolleuchten werden durch runde ersetzt und sind herausnehmbar.
  • Der Hebemechanismus der Seitenscheibe wird zum wiederholtenmalle geändert.
  • Eine getönte Frontscheibe ist gegen Aufpreis erhältlich (208 DM)
  • Neues Hinterachsgehäuse samt Hinterachswellen mit Kugellagern und neue obere Dämpfungsringe für die Spiralfedern.
  • Die Aluölwanne wird durch eine aus Stahlblech ersetzt die etwas größer ausfällt,

Die US GTs erhalten die gleichen Änderungen wie die europäische Version. Zudem erhalten sie noch ein paar weitere Änderungen gegenüber der europäische Version.

  • Der Warnblinkschalter erhält noch einen weiteren Schalter zum Prüfen des Bremssystems was automatisch durch einen Fühler im Hauptbremszylinder geschieht (Dichtigkeit des Bremssystems).
  • Um das GT fahren unter den Klimabedingungen in den USA komfortabler zu machen, ist jetzt auch eine Klimaanlage gegen Aufpreis erhältlich.
  • Unter den strengen Abgasvorschriften musste der Motor geändert werden, damit er umweltfreundlicher wurde. Was allerdings auf die Leistung des GT ging, den er hatte jetzt nur noch 78 statt 90 PS.

Modelljahr 1972

Die europäische Version Typ 79 ab Fg.Nr.2 624 370
Die amerikanische Version Typ 77 ab Fg.Nr. 2 560 567
Für dieses Modelljahr gibt es keine nennenswerten Änderungen mehr, außer die verschärfte Abgasbestimmung in der USA machen eine Abgasrückführung erforderlich. Dadurch muß das Benzin- und Abgassystem geändert werden.

Modelljahr 1973

Die europäische Version Typ 79 ab Fg.Nr. 2 943 029
Die amerikanische Version Typ 77 ab Fg.Nr. OY07NC2 944 586
Im letzten Modelljahr konnte die Felgen vom Kadett B und Ascona/Manta A gegen Aufpreis erworben werde. Die amerikanischen GT wurden mit einer eigenen Codierung auf dem Typenschild ausgeliefert (OY07).
In der ersten Aprilwoche gibt Opel bekannt, das mit beginn der Werksferien im Juli die Produktion des Opel GT eingestellt wird.

 

Technische Daten des Opel GT

Typ
Bauart
Opel
GT
Baujahr 1968
– 1973
Stückzahl 103
463 (GT 1100 : 3 573; GT 1900 : 99890)
Motordaten
Motorvarianten 1,1
Liter SR
1,9
Liter S
Verbrennungsart Otto
Zylinderzahl/Anordnung 4/Reihe
Hubraum
1078
ccm³
1897
ccm³
Bohrung*Hub 75*61
mm
93*69,8
mm
Leistung
60
PS bei 5200 upm
90
PS bei 5100 upm
Maximalles
Drehmoment
85
NM bei 3800 – 5000 upm
149
NM bei 2500 – 3100 upm
Ventilsteuerung o.h.v. c.i.h.
Schmierung Öldruckumlaufschmierung
Gemischaufbereitung Fallstromvergaser
mit Beschleunigungspumpe
35PDSI-2
32TDID-2
Kühlsystem frostsichere
Überdruck-Flüssigkeitspumpe
Bordspannung/Batterie 12
V/38Ah
12
V/44Ah
Kraftübertragung
Kupplung/Bauart Einscheiben
Trockenkupplung mit Scheibenfeder
Getriebe Viergang
Getriebe
Schaltung Mittelschaltung
Radantrieb/Bauart Hinterradantrieb,
Differential mit Hypoidverzahnung
Karosserie/Fahrwerk
Aufbau Zweisitziges
Sport Coupe
Ausstattungsvarianten GT/J
(ab März 1971nur mit 1,9Liter Motor)
Chassis
Konstruktion
selbsttragende
Ganzstahl Karosserie
Vorderradaufhängung wartungsfreie
Einzelradaufhängung mit Doppel Querlenkern
Vorderradfederung/-Dämpfung elastische
befestigte Querblattfeder, Teleskop Stoßdämpfer
Hinterradaufhängung Zentralgelenk
Hinterachse
Hinterradfederung/-Dämpfung Schraubenfedern
Teleskop Stoßdämpfer
Räder Stahlscheibenräder
5J*13
Reifen 155
SR 13
165
SR 13
Lenkung/Bremsen
Lenkung gedämpfte
Zahnstangenlenkung
Fußbremse Zweikreis-Vierradbremse
mit Bremshilfe
Vorderradbremse Scheibenbremse
Hinterradbremse Trommelbremse
Handbremse Seilzug
auf die Hinterräder
Maße/Gewichte/Fahrleistungen
Länge/Breite/Höhe 4113*1580*1225
mm
Radstand 2431
mm
Surweite
vorne/hinten
1254/1278
mm
1254/1284
mm
Leergewicht 848
bis 940 kg
Zuladung 210
bis 220 kg
Tankinhalt 55
Liter
Verbrauch 7,5
Liter/100 Km
8,5
Liter/100Km
Höchstgeschwindigkeit 155
Km/h
185
Km/h